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Georgensgmünd (tis) - Die Zimmererinnung Schwabach-Roth-Hilpoltstein ist immer gut für eine werbewirksame Aktion für ihr Handwerk. Jetzt hat sie einen Eisblock in ein eigens dafür gebautes Klein-Niedrigenergiehaus gesteckt. Die Frage ist, wie schnell er schmilzt.

Für die Besucher der Georgensgmünder Gewerbeschau "geoMesse" am 13. und 14. Mai hat sich die Zimmererinnung Schwabach-Roth-Hilpoltstein schon mal im Vorfeld eine kniffelige Preisfrage ausgedacht. Mit der technischen Unterstützung der "Unabhängigen Energieberatungsagentur des Landkreises Roth (ENA)" wollen die Zimmerer anhand eines Experimentes aufzeigen, wie energieeffizient der moderne Holzbau ist, denn durch moderne Dämmtechnik, energetisches Modernisieren und dem Einsatz des nachwachsenden, und Kohlenstoffdioxid bindenden Rohstoffs Holz kann der Energieverbrauch erheblich reduziert werden. Getauft wurde die Aktion, die genau das unter Beweis stellen soll, "Die Eisblockwette".

Wie das Ganze ablaufen soll, erklärte Helmut Heine, der Obermeister der Zimmererinnung: In das von den Schülerinnen und Schülern des Berufsgrundbildungsjahrs (BGJ) der Berufsschule gefertigte "Eisblockwettenhaus", welches nach den Anforderungen des Passivhausstandards gedämmt wurde, wird ein Eisblock, bestehend aus einem Kubikmeter Wasser, eingeschlossen. Dieses Haus mit seinem -20 Grad kaltem Inhalt steht jetzt bis zur geoMesse in rund drei Wochen bei Sonne Wind und Wetter im Freien. Die Wette lautet: Wie viel Liter Eis werden bis dahin geschmolzen sein? Zum Vergleich steht neben dem kleinen Holzhaus ein zweiter Eisblock - ohne Hülle und ungeschützt, so dass der Abtauvorgang gut zu beobachten ist. Wer seine Antwort in den Briefkasten wirft, der sich neben dem Versuchsaufbau befindet, und dessen Schätzung am genauesten ist, dem winken wertvolle Preise. Der erste Preis ist ein Wochenende mit einem Elektroauto von Daimler Benz, als zweiten Preis spendieren die Gemeindewerke Georgensgmünd 1500 KW Strom, die ENA stiftet für den Drittplatzierten eine energetische Bedarfsanalyse am Gebäude mit anschließender Fachberatung, und für Platz vier gibt es vom Biomassehof Rohm in Hofstetten zwei Ster Holz. Die Plätze fünf bis zwölf bekommen Produkte aus heimischer Erzeugung, gestiftet vom Landkreis Roth.

Natürlich ließ sich auch Landrat Herbert Eckstein den Auftakt der Wette nicht entgehen, bei der das "Eisblockwettenhaus" publikumswirksam mit Hilfe eines Krans geschlossen wurde, und lobte die Innung für ihre Kreativität. "Ihr schafft es immer, euer Handwerk mit einem echten Hingucker zu präsentieren. Toll, dass ihr euch trotz derzeitiger Hochkonjunktur dafür die Zeit nehmt", so der Landrat.

Georgensgmünds Bürgermeister Ben Schwarz bezeichnete die Idee zur Eisblockwette als "tolle Aktion, die dabei hilft, der Jugend zu vermitteln, dass das Handwerk goldenen Boden besitzt. „Hoffentlich findet dieses Prinzip der Hausdämmung viele Nachahmer und ihr Zimmerer erhaltet viele Aufträge", wünschte sich der Rathauschef.

Bis zum 14. Mai um 14.30 Uhr kann sich jeder an der Schätzung beteiligen. Kurz danach wird das versiegelte "Eisblockwettenhaus" geöffnet und es wird sich zeigen, wie effektiv sich die moderne Holzdämmung wirklich erweist.

Tobias Tschapka (tis)

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