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Die geehrten Nachwuchskräfte zusammen mit den „Meisterhaft“-Betrieben und Obermeister Helmut Heine (4.v.r.)

Rittersbach - Neben Ehrungen des Berufsnachwuchses und einem Jahresrückblick, standen ein Vortrag zum Thema „Gefährdungsbeurteilung“, die Neuwahlen von Vorstandschaft und Ausschüssen und die Übergabe der „Meisterhaft“-Urkunden auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Zimmererinnung Schwabach-Roth-Hilpoltstein.

Zu Beginn der Versammlung blickte Obermeister Helmut Heine auf das vergangene Jahr zurück. Die Mehrzahl der Veranstaltungen, u.a. der Zimmerer-Infotag, der Vorbereitungskurs zur Gesellenprüfung sowie auch die Gesellenfreisprechungsfeier seien sehr gut angenommen worden. Man versuche deshalb auch in diesem Jahr ein attraktives Programm anzubieten. Verstärktes Augemerk, so der Obermeister, liege derzeit auf der Nachwuchswerbung. Die Vorstandschaft konnte seinen Aussagen zufolge schon rund die Hälfte der Haupt- bzw. Mittelschulen im Gebiet Roth-Schwabach besuchen und das Zimmererhandwerk vorstellen. Man habe bisher gute Resonanz von den Schülern und Lehrkräften erhalten. Insbesondere habe man auf die Stellung des Zimmererhandwerks bei der Energiewende aufmerksam gemacht.

Im Anschluss informierte Andreas Kraft, Technischer Berater beim Landesinnungsverband für das Bayerische Zimmererhandwerk, über die von der Berufgenossenschaft geforderte Gefährdungsbeurteilung. So müssen seinen Aussagen zufolge sämtliche Bereiche eines Betriebes im Hinblick auf mögliche Gefahren beurteilt werden, Maßnahmen und Verantwortliche festgelegt werden. Beispielhaft nannte er die Bereiche Baustelle, Lager, Werkstatt und Fuhrpark. Diese müssten wiederum in Einzelbereiche unterteilt und mit der Risikoklasse „gering“, „mittel“ oder „schwer“ bewertet werden.

Für hervorragende Leistungen beim praktischen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks wurde Andreas Meyer,  der bei der Zimmerei Bößl (beide Obermässing) seine Ausbildung absolvierte, durch Obermeister und Geschäftsführer ausgezeichnet und mit einem Gutschein bedacht. Den Glückwünschen der Zimmerer-Innung schlossen sich auch die Lehrkräfte der Berufsschulen Roth und Nürnberg an. Gleich im Anschluss wurden die Sieger des von der Zimmerer-Innung ausgelobten Wettbewerbs zur Erstellung eines Prospektständers geehrt. Innungsobermeister Heine dankte zu Beginn der Berufsschule Roth für die Unterstützung bei dem Projekt und für die gute Zusammenarbeit. Die Innung hatte im letzten Jahr einen Wettbewerb im Berufsgrundbildungsjahr der Zimmerer ausgelobt. Die neun Schüler hatten mit Unterstützung der Lehrkräfte Gerhard Steingärtner und Franz Kratzer in einer Projektarbeit Skizzen und Planzeichnungen eines Prospektständers entworfen. Von einer Jury der Innung wurden die drei besten Objekte ausgewählt. Diese wurden dann von den Schülern gemeinsam gebaut. Die Leistungen von Julian Schneider (1. Platz), Manuel Prieß (2.Platz) und Florian Reindl (3. Platz) wurden ebenfalls mit einem Gutschein belohnt.

Nach einstimmiger Genehmigung der von Geschäftsführer Sebastian Dörr vorgelegten Jahresrechnung 2011 und dem Haushaltsplan 2012, folgten die Neuwahlen der Vorstandschaft und der Ausschüsse. Zum Innungsobermeister wurde wiedergewählt Helmut Heine, Georgensgmünd. Auch stellvertretender Obermeister Willi Treiber, Bergen, wurde in seinem Amt bestätigt. Manfred Dirsch, Lösmühle, wurde neu als Lehrlingswart gewählt, als Schriftführer wurde Holger Gillich, Röttenbach, bestätigt. Zu Beisitzern im Vorstand wurden Josef Ramsauer jun., Allersberg und Klaus Rehm, Hagenbuch, wiedergewählt. Bei den Kassenrevisoren wurde Manfred Hochreuther, Roth, bestätigt, Jürgen Schöll, Laffenau, neu gewählt.

Abschließend erhielten die Betriebe die „Meisterhaft“-Urkunden von Obermeister Helmut Heine ausgehändigt.  „Meisterhaft" ist ein wichtiger Nachweis über die Weiterbildung und Weiterentwicklung eines Bauhandwerksbetriebes. Eine echte Orientierungshilfe für Bauinteressierte, die von einem Handwerksbetrieb wissen wollen, was sie erwartet", so Heine bei der Verleihung der Urkunden. Die Initiative der Innungs-Zimmerer findet bereits Nachahmer. Auch der Zentralverband der Dachdecker will sich dieser freiwilligen Zertifizierung unterziehen. „ Letztendlich profitiert der Bauherr davon, wenn er Aufträge an Holzbaufirmen vergibt, die über gut ausgebildetes Fachpersonal verfügen", unterstrich der Obermeister den Anspruch seiner Innung.