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Zimmererinnung:Viele Vorträge und Rückblick auf ereignisreiches Jahr

 
 

Montag, 29. Februar 2016 19:00


Mit einem vielfältigen Vortragsprogramm und einem Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr konnte die Zimmererinnung Schwabach-Roth-Hilpoltstein die zahlreich erschienenen Mitglieder zur ihrer Jahreshauptversammlung in Rednitzhembach begrüßen.

Innungsobermeister Helmute Heine, Georgensgmünd, blickte mit Freude auf das Geleistete im vergangenen Jahr zurück. Der Schwerpunkt der Innungsarbeit lag im Bereich der Nachwuchswerbung und der Förderung der Auszubildenden, so warb die Innung u.a. für Ihren Beruf bei der Nacht der Ausbildung in Roth, dem Berufsparcours in Roth sowie zusammen mit der Berufsschule Roth an der Consumenta. Höhepunkt sei allerdings das Erreichen des Weltmeistertitels im Zimmererhandwerk von Simon Rehm bei den World Skills in Brasilien gewesen. „Wir sind sehr stolz auf unseren Simon, und nicht nur wir, wer den Empfang in Weinsfeld miterlebt hat, weiß dass die ganze Dorfgemeinschaft mitgefiebert hat; Simon hat sehr viel zum positiven Image des Zimmererhandwerks beigetragen und wird durch seine vielen bundesweiten Termine auch weiterhin dafür arbeiten“, so Helmut Heine.

Dieter Tausch, Leiter der EnergieAgenturRoth informierte in seinem kurzweiligen Vortrag über die Neuerungen bei der Energieeinsparverordnung und über Anforderungen an den Mindestluftwechsel und die Dichtheit von Dachkonstruktionen. Weiter stellte er die Fördermöglichkeiten mit zinsverbilligten Darlehen und Zuschüssen vor, bevor Maximilian Friedrich von der Firma ABA Holz über Brettsperrholz referierte. Die kreuzweise verleimten Fichten oder Tannenhölzer werden zum Herstellen von Decken, Wänden und Dächern verwendet. Er zeigte in einer umfangreichen Präsentation viele Bauprojekte, darunter auch einen 28 Meter langen Sichtbalken, der im Schwimmbadbereich eines Hotels verbaut wurde.

Anschließend referierte Georg Knoll von der Firma Dorner, Thalmässing über die Entwicklung akkubetriebener Werkzeuge. „Was vor ein paar Jahren noch undenkbar war, funktioniert heute bestens, nicht nur unheimlich starke Schlagakkuschrauber, auch akkubetriebene Kettensägen, Handkreissägen und Trennschleifer erleichtern die Arbeit auf der Baustelle“, so Knoll. Im weiteren Verlauf ging er auf den richtigen Umgang mit den Akkus ein, um möglichst lange die volle Leistung abrufen zu können.

Bevor Geschäftsführer Sebastian Dörr die Jahresrechnung 2015 und den Haushaltsplan 2016 vorstellte – beide Werke wurden nach positivem Bericht von Kassenprüfer Manfred Hochreuther und Jürgen Schöll einstimmig verabschiedet, informierte er über die Mindestlohnregelungen im Zimmererhandwerk. Neben dem bereits bestehenden Mindestlohntarifvertrag des Baugewerbes greife in Ausnahmenfällen auch der gesetzliche Mindestlohn. Während gewerblichen Arbeitnehmer seit mehreren Jahren Stunden aufzeichnen müssten, haben nun auch Angestellte, die weniger als 2000-€ brutto im Monat verdienen, die Pflicht zur Aufzeichnung. Durch intensive Lobbyarbeit konnte diese Grenze von ehemals 2958,-€ reduziert werden, auch Familienangehörige müssten keine Stunden mehr aufzeichnen. Abschließend ging er auf Haftungsfragen nach dem Mindestlohn- und dem Entsendegesetz ein.

 

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