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Brauereibesichtigung bei Jahreshauptversammlung

 
 

Donnerstag, 23. Juni 2016 18:00

Die Handwerksvertreter bei der Führung durch die Brauerei mit kleiner Bierprobe


Pyras - Das 500-jährige Jubiläum des Reinheitsgebotes nahm die Kreishandwerkerschaft Mittelfranken-Süd zum Anlass, ihre Jahreshauptversammlung in der Pyraser Landbrauer abzuhalten. Bevor man allerdings zu Berichten von Kreishandwerksmeister und Geschäftsführer und zur Genehmigung von Jahresrechnung und Haushaltsplan schritt, stand eine Führung durch die Brauerei auf dem Programm.

Zu Beginn informierte Brauereimitarbeiter Ulli Peindinger über die langjährige Geschichte des Unternehmens. Die heute 85 Mitarbeiter beschäftigende Brauerei wurde im Jahr 1870 von Adam Bernreuther, dem „Angerwirt“ gegründet. Peindinger erklärte den gut 30 anwesenden Vertretern der Handwerksinnungen die Brauvorgänge und verriet auch die Besonderheiten der Brauerei. So verfüge man über eine eigene Kläranlage, mit Gas aus der drei Kilometer entfernten Mülldeponie werde ein stromerzeugendes Blockheizkraftwerk betrieben, dessen Abwärme für den Reinigungsprozess der Pfandflaschen verwendet wird. Nach der Besichtigung aller wichtigen Stationen des Brauprozesses traf man sich zu einer Brotzeit im „Schalander“ der Brauerei, dem Aufenthaltsraum der Brauer.

Die Handwerksvertreter zeigten sich nach dem einstündigen Rundgang beeindruckt, allen voran Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich: „Tradition und Zukunft liegen gerade im Brauerhandwerk eng beisammen. Man braut nach dem ältesten Lebensmittelgesetz, dass vor 500 Jahren in Kraft getreten ist und verwendet dabei modernste Technologien mit besonderem Augenmerk auf Umweltfreundlichkeit-das ist Handwerk.“ In seinem Bericht informierte der Kreishandwerksmeister über die wichtigen Ereignisse des letzten Jahres, darunter die Gesellenfreisprechungsfeiern in Schwabach und Weißenburg und die Meisterfeier in Roth.

„Seit Jahren kämpfen wir mit geburtenschwachen Jahrgängen und dem Drang nach höheren Abschlüssen, so Dietrich weiter. Aus diesem Grund „arbeiten wir an mehreren Baustellen“ mit dem Ziel, mehr Nachwuchs in das Handwerk zu bekommen. Dazu gehört auch das Thema Flüchtlinge. Aus diesem Grund hat man vor kurzem eine Informationsveranstaltung an der Berufsschule Roth organisiert, am 11. Juli fand zusammen mit dem IHK-Gremium Weißenburg eine Informationsveranstaltung in Weißenburg für Betriebe statt. Wie erfolgreich die Integration in den Ausbildungsmarkt sein wird, bleibt abzuwarten, da noch keine Erfahrungen bezüglich der Nachfrage nach Handwerksausbildungen von Seite der Flüchtlinge besteht und von Seiten der Betriebe es ebenfalls Neuland ist, einen Flüchtlinge auszubilden. „Ein Praktikum ist deshalb die beste Möglichkeit für den Schüler, das Arbeitsleben und den Betrieb kennen zu lernen und für den Betrieb eine Chance aus einer Leerstelle eine Lehrstelle zu machen“, so der Kreishandwerksmeister.

Geschäftsführer Sebastian Dörr stellte nach Abschluss der Presseschau 2015, die Arbeit der Geschäftsstelle in Zahlen vor. So wurden im letzten Jahr 147 Rundschreiben an die Mitglieder der zwölf verschiedenen Innungen versandt. Insgesamt fanden unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft 112 Veranstaltungen im letzten Jahr statt. Er informierte über die Entwicklung der Betriebszahlen und der neu abgeschlossenen Lehrverträge und konnte bei letzteren einen Zuwachs bei den neu abgeschlossenen Lehrverträgen einen Zuwachs zum Stichtag 31.12.15 von 13% im Bereich Mittelfranken-Süd vermelden. Nachdem Sebastian Dörr Jahresrechnung 2015 und Haushaltsplan 2016 vorgestellt hatte, wurden nach dem Bericht der Kassenprüfer die Jahresrechnung und Haushaltsplan einstimmig verabschiedet.

 

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