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Schreiner-Innung Mittelfranken-Süd ehrte Wettbewerbssieger

 
 

Samstag, 25. November 2017 19:00


Hilpoltstein – Das Handwerk kann sich über mangelnde Aufträge nicht beschweren, auch das Schreinerhandwerk zeigt sich zufrieden. Dementsprechend gute Stimmung herrschte deshalb bei der Jahresabschlussfeier der Schreiner-Innung Mittelfranken-Süd im Hilpoltsteiner Gasthaus „Zum Schwarzen Ross“. Auch die Ergebnisse

des Wettbewerbs „Die gute Form 2017“ sorgten bei den ehemaligen Auszubildenden und deren Ausbilder für gute Laune.

 

Um dem Fachkräftemange zu begegnen, hat man wieder an mehreren Ausbildungsmessen teilgenommen und die Gesellenstückausstellung in den Focus gerückt. Alles laufe auch Hochtouren, Fachläute seien Mangelware und die Volksvertreter in Berlin seien nicht in der Lage eine Regierung zu bilden. Hier sei mehr Staatspolitik statt Parteipolitik gefragt, betonte Innungsobermeister Reinhard Siegert in seiner Rede. Nach etwas weniger Auszubildenden in diesem Abschlussjahr steigen die Zahlen in den nächsten Jahren wieder etwas an. Viele Kollegen in der Innung trügen zu dieser positiven Entwicklung bei. Siegert wies darauf hin, dass die Vernetzung auch im Schreinerhandwerk voranschreite. Die Bürokommunikation und Buchhaltung laufe papierlos, Pläne und Daten gingen direkt und digital die Maschinen. Aber man werde auch zukünftig gut ausgebildete Menschen brauchen, die die produzierten Teile vor Ort in Top-Qualität beim Kunden einbauen. Er rief dazu auf, die Betriebe zukunftsfest zu machen, in Maschinen und vor allem Mitarbeiterweiterbildung zu investieren.

 

Dass sich dies lohne, zeigten die guten Leistungen der Lehrlinge sowie der Sieger des Wettbewerbs „Die gute Form 2017“, der die besten Gesellenstücke prämiert.

Den ersten Platz erreichte Jan Emmerling aus Thalmässing, der beim Euerwanger Schreinermeister Stefan Kirschner ausgebildet wurde. Rang zwei sicherte sich Daniel Grass aus Roth, er ging beim Liebenstadter Unternehmen Wurm in die Lehre. Die dritte Podeststufe erklomm David Mauderer, er war zudem Staatspreisträger und zweiter Sieger beim praktischen Leistungswettbewerb auf Bezirksebene. Sein Ausbildungsbetrieb war die Schreinerei Siegert aus Rudletzholz.

 

Großes Lob für die Arbeit der Innung sowie der Gesellen gab es auch von Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich. Er würdigte unter anderem die langjährige und beständige Nachwuchswerbung der Innung und die Integrationskraft der Betriebe. Er ermunterte die Betriebsinhaber neue Entwicklungen auf den Prüfstand zu stellen. Keinesfalls solle man sich neuen Dingen verschließen um seinen Betrieb wettbewerbsfähig aber auch attraktiv für die nächste Generation zu halten. Dennoch dürfe man aber auch die alten Traditionen nicht vergessen, mahnte er zugleich an.

 

Für Heiterkeit und Wissenswertes aus der Hilpoltsteiner Stadtgeschichte sorgte Schreinermeister und ehem. Berufsschullehrer Robert Schwemmer, ein Hilpoltsteiner „Original“. Mit launigen Anekdoten ging es auf einen Streifzug durch die Geschichte Hilpoltsteins und des historischen Gasthauses, in dem die Feier stattfand.

 

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