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Ehrungen bei der Bauinnung Weißenburg-Gunzenhausen

 
 

Donnerstag, 22. März 2018 19:00

Die beiden Geehrten Manfred Müller und Karl Papp (v.l.) eingerahmt von Klaus Weber (li.) und Sebastian Dörr.


Weißenburg - Neben Berichten von Obermeister und Fachgruppenleiter, Ehrungen von langjährigen Ehrenamtsträgern sowie Jahresrechnung und Haushaltsplan, stand ein Vortrag zum neuen Baurecht auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Bau-Innung Weißenburg-Gunzenhausen im Gasthaus Brandenburger Hof.

 

Innungsobermeister Klaus Weber blickte zu Beginn auf das Innungsgeschehen im vergangenen Jahr zurück und berichtete von einem guten Besuch bei den Innungsveranstaltungen. Dieser rühre auch daher, dass ständig neue Verordnungen und Regelungen zu Problemen bei den Betrieben führten. „Das letzte Jahr war stark von der Entsorgungsproblematik bei Dämmstoffen und bei Erdaushub und den damit einhergehenden Kosten und Problemen geprägt“, so Weber. Man sei sehr froh, dass das Problem nun auch bei den Kommunen angekommen sei und man dort auch am gleichen Strang ziehen will. „ Es kann nicht sein, dass der Erdaushub mit Beprobung und Entsorgung so viel kostet wie vor kurzem noch der ganze Keller“, beklagte sich der Obermeister. Keinen Anlass zur Freude gaben auch die aktuellen Lehrlingszahlen. Bei den Maurern sind derzeit 4 Auszubilende im ersten Lehrjahr, acht im zweiten und sechs im dritten Lehrjahr – für einen ganzen Landkreis sehr ernüchternde Zahlen, so der Obermeister. Konjunkturell befinde man sich in guten Zeiten und durch die Anschaffung eines Baggersimulators auf Bezirksebene sieht man sich bestens gerüstet um mit Erfolg am Berufsparcours in Treuchtlingen und an der Berufsausbildungsmesse Altmühlfranken teilzunehmen.

 

Dafür sprach sich auch stellvertretender Obermeister und Fachgruppenleiter der Zimmerer, Hans König aus, deren Zahlen aufgrund strukturbedingt geringerer Betriebszahlen mit fünf Azubis im ersten, vier im zweiten und sieben im dritten Lehrjahr etwas besser ausfallen. Bittere Pille sei die Einstufung in eine eigene Gefahrenklasse für das Zimmererhandwerk, welche zu deutlich höheren Berufsgenossenschaftsbeiträgen führe. Äußerst positiv konnte er vom aktuellen Bauvorhaben der Forstbetriebsgemeinschaft berichten. Die Zimmererbetriebe der Bauinnung führen die Arbeiten in Form einer Arbeitsgemeinschaft aus und wollen so ihre Stärke und Schlagkraft demonstrieren und ihr Engagement für einen nachwachsenden Rohstoff aus der Region zusammen mit der Forstbetriebsgemeinschaft in einem lokalen Projekt verwirklichen.

 

Rechtsanwalt Alexander Dänzer-Grassmé referierte über das aktuelle Baurecht. Der Mitarbeiter der Bauinnung Nürnberg erläuterte die Neuerungen des seit ersten Januar geltenden Baurechts und gab Praxistipps zum Umgang mit der Abnahme von Arbeitsleistungen und stellte die Vorteile der Neuregelung bei den Ein- und Ausbaukosten mangelhafter Teile vor, bei der unter gewissen Voraussetzungen nicht mehr der Handwerker, sondern der Hersteller der fehlerhaften Teile haftet.

 

Anschließend legte Geschäftsführer Sebastian Dörr der Hauptversammlung die Jahresrechnung 2017 und den Haushaltsplan 2018 vor, die beide eine Zuführung zu den Rücklagen enthielten. Beide Zahlenwerke wurden einstimmig verabschiedet, nachdem die beiden Revisoren Karl Papp und Dieter Reuter eine ordnungsgemäße Führung der Unterlagen bestätigt, Genehmigung und Entlastung beantragt hatten.

 

Höhepunkt und Abschluss der Versammlung war die Ehrung von Karl Papp und Manfred Müller. Letzterer war von 2011 bis 2017 Kassenprüfer und erhielt hierfür eine Ehrenurkunde übereicht. Karl Papp, der in diesem Jahr letztmalig nach 21 Jahren Revisorentätigkeit die Prüfung durchgeführt hatte erhielt ebenfalls eine Urkunde von Innungsobermeister Klaus Weber und Geschäftsführer Sebastian Dörr als Dank und Anerkennung überreicht. Als Nachfolger für Karl Papp wurde sein Sohn Alexander von der Versammlung einstimmig gewählt.

 

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