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Digitalisierung auch im Baugewerbe

 
 

Dienstag, 12. März 2019 19:00


Weißenburg - Die Digitalisierung im Baugewerbe stand neben Berichten und Regularien im Focus der Jahreshauptversammlung der Bauinnung Weißenburg-Gunzenhausen im Brandenburger Hof, Weißenburg,.

Innungsobermeister Klaus Weber, Ellingen, blickte zu Beginn auf das Innungsgeschehen im vergangenen Jahr zurück. Besonders erfreulich zeigte er sich über das rege Interesse am Messestand bei der Berufsausbildungsmesse Altmühlfranken und dem Berufsparcours in Treuchtlingen. Dies sei vor allem auf den Baggersimulator zurückzuführen, war sich Weber sicher. Auch wenn nicht alle Baggerfahrer werden können, es ist ein hervorragendes Instrument um mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen um dann die berufliche Vielfalt - es gibt 17 Ausbildungsberufe im Baugewerbe – vorzustellen. Leider schlagen sich die positiven Erfahrungen auf der Messe noch nicht in den Lehrlingszahlen nieder. Im ersten und zweiten Lehrjahr sind es aktuell je sechs und im dritten Lehrjahr neun Auszubildende als Maurer im Landkreis. „Auf der einen Seite sinkende Geburtenzahlen und ein verstärkter Drang zu höheren Schulabschlüssen bis hin zum Studium und auf der anderen Seite eine sehr groß Nachfrage nach Handwerksleistungen, das bringe die Betriebe an ihre Grenzen“, ergänze Geschäftsführer Sebastian Dörr. Klaus Weber berichtete vom letzten Tarifabschluss und wies auf die neue Internetseite des Landesverbandes und vielfältigen Informationen im internen Bereich hin. Er freute sich, auch zwei neue Mitgliedsbetriebe in der Innung begrüßen zu können.

Freuen konnte sich auch stellvertretender Obermeister und Fachgruppenleiter der Zimmerer, Hans König, Windischhausen, denn der Neubau der Forstbetriebsgemeinschaft sei zu einem echten Vorzeigeprojekt geworden, so König. Die Zimmererbetriebe der Bauinnung führen die Arbeiten in Form einer Arbeitsgemeinschaft aus und konnten so als regionale Handwerker einen regional nachwachsenden Rohstoff zusammen mit der Forstbetriebsgemeinschaft in einem Projekt verarbeiten. Er dankte den Betrieben für den reibungslosen Ablauf und die gute Zusammenarbeit. Die gute Stimmung verdunkle aber ein weiterer Zuwachs an Bürokratie und Kosten. Stichworte seien hier nur die Datenschutzgrundverordnung und die Maut auf Bundesstraßen. Nun hat das Zimmererhandwerk auch noch eine eigene Gefahrenklasse bei der Berufsgenossenschaft, welche sich mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 50 Cent pro Arbeitsstunde Stunde niederschlage.

Zum Thema Digitalisierung im Baugewerbe referierte Kristin Bunsendahl von der Bauakademie Feuchtwangen. Die Digitalisierung habe viele Gesichter, so die Referentin Von der E-Rechnung, der Zeiterfassung über das Smartphone bis hin zur Lasermessung. Was das Baugewerbe betrifft, so könne man die Fortschritte im Bereich der Digitalisierung punktuell gut und sinnvoll nutzen, aber er sind aktuell nur einzelne Bereiche. Ihren Schwerpunkt legte die ehemalige Architektin auf die Planung. Viele Betriebe seine Planvorlageberechtigt, häufig nutze man CAD-Programme um mit Linien Gebäude und z.B. Fenster zu zeichnen. Beim BIM (Building Information Modelling) bediene man sich in einer Bibliothek an Bauteilen, von der Tür bis über das Vordach und könne dort bereits in das Bauteil planen, wie viele Meter Kabel in die Wand kommen, was gerade für die Zimmererbetriebe interessant sei. Während heute noch viele Gebäude zweidimensional geplant würden und vor allem gewerbliche Gebäude dann aufwändig mit 3-D-Kamers erfasst werden müssten, könne man sich den Aufwand beim BIM sparen.

Anschließend stellte Geschäftsführer Sebastian Dörr der Hauptversammlung die Jahresrechnung 2018 und den Haushaltsplan 2019 vor. Beide Zahlenwerke wurden einstimmig verabschiedet, nachdem die beiden Revisoren Dieter Reuter und Alexander Papp eine ordnungsgemäße Führung der Unterlagen bestätigt, Genehmigung und Entlastung beantragt hatten.

 

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