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SHK-Innung: Überblick über aktuelle Förderprogramme

 
 

Donnerstag, 16. Mai 2019 19:00


Georgensgmünd – „Energieeffizientes Bauen und Sanieren nach dem Stand der Technik“, ein Überblick über aktuelle Förderprogramme bei Investitionen in die Energieeinsparung sowie Berichte von Obermeister und Lehrlingswart standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Mittelfranken-Süd.

 

In seinem Jahresrückblick ging Obermeister Karlheinz Vogt, Allersberg, auf die Veranstaltungen des letzten Jahres ein. Er berichtete ebenso von den Landesverbandsveranstaltungen und den dort behandelten Themen. Anschließend informierte er über die Optimierung von Lüftungsanlagen, die Europäische Bauproduktenverordnung, die Inbetriebnahme von Trinkwasseranlagen sowie von den Vorschriften zur Abdichtung bodengleicher Duschen. Bedenken meldete Karlheinz Vogt bei der neuen Strategie einiger Heizungshersteller an. Diese versuchten in den Markt des Handwerks einzudringen, in dem Sie die Leistung des Einbaues und der Lieferung als Hersteller anbieten. Auf diese Art und Weise würde der Handwerker nur noch zum Monteur des Herstellers. Das sei kein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell eines Handwerksmeisters, stellte der Obermeister fest. Um auch weiterhin attraktiv für den Berufsnachwuchs zu sein, wird es bald eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen im SHK-Handwerk geben, schloss Vogt seine Ausführungen.

 

„Dass unser Beruf attraktiv ist, zeigen auch die aktuellen Lehrlingszahlen, so Lehrlingswart Karl Eitel aus Spalt. Nicht nur Bayernweit, sondern auch im Innungsgebiet steigen seit Jahren die Ausbildungszahlen. Aktuell würden 97 junge Menschen als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ausgebildet, sieben als Spengler, und das trotz rückläufiger Geburtenzahlen“, resümierte der Lehrlingswart. Er dankte den Ausbildungsbetrieben für die Geduld die häufig vonnöten sei und empfahl den Betrieben, auf die Schulen vor Ort zuzugehen und Schnupperpraktika anzubieten. So könne der Schüler Beruf und Betrieb ganz ungezwungen kennen lernen.

 

Dieter Tausch, Leiter der EnergieAgenturRoth (ENA), informierte zu Beginn der Versammlung über das Beratungsangebot der seit über 20 Jahren bestehenden ENA, legte dann sein Augenmerk auf die Oberflächentemperaturen von Wänden und Fenstern. „Oft verspüren die Besitzer alter Fenster einen Luftzug und denken die Fenster wären undicht, tatsächlich strahlen diese sowie auch die Wände aber nur Kälte ab, was zu einer Unbehaglichkeit führt“, sprach Tausch von seinen Erfahrungen. Dieses Problem versucht man dann durch stärkeres Heizen zu lösen. Während z.B. eine Einfachverglasung bei einer Aussentemperatur von -15° C und einer Innentemperatur von 20° C auf der Innenseite eine Temperatur von -4° C aufweise, sei diese bei einer 3-Fach-Verglasung bei 17° C, so der Energieberater. Anschließend thematisierte er die Anforderungen an den Mindestluftwechsel und die Dichtheit von Dachkonstruktionen. Mit dem umfangreichen Komplex der staatlichen Fördermaßnahmen bei Investitionen in die Energieeinsparung schloss er seine Ausführungen.

 

Die im Anschluss von Geschäftsführer Sebastian Dörr vorgelegte Jahresrechnung 2018 wurde einstimmig verabschiedet. Ebenso der Haushaltsplan für 2019, nachdem die beiden Revisoren Klaus Röck, Schwabach und Thomas Haberecker, Wendelstein, eine ordnungsgemäße Führung der Unterlagen bestätigt, Genehmigung und Entlastung beantragt hatten.

 

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