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Metallbauerinnung: Richard Greil für langjähriges Wirken geehrt

 
 

Donnerstag, 05. März 2020 19:00

Bildtext: Richard Greil (li.) erhält und Urkunde und Dank für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken für das Metallhandwerk.


Roth – Bei der Jahreshauptversammlung der Metallbauerinnung standen ein kaufmännisches sowie ein technisches Vortragsthema, ein Jahresrückblick und eine Ehrung auf der Tagesordnung.

Maximilian Stempfhuber von der Firma Abel Metallsystem stellte zu Beginn der Versammlung Absturzsicherungen für Balkone und Fenster vor. Für die Landläufig als Französische Balkone bekannte Sicherungen stellte er Montage- und Befestigungstechniken u.a. auch für den nachträglichen Anbau vor. Der gut 100 Mitarbeiter in der Nähe von Fulda beschäftigende Betrieb hat sich auf Lösungen auf dem Gebiet der Absturzsicherungen spezialisiert.

Anschließend stellte Matthias Groß von der VHV-Versicherungsgesellschaft den Bürgschaftsservice des Unternehmens vor. Innungsmitglieder könnten von dem Rahmenvertrag für Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften profitieren, so der Referent. Zum einen, werde der Geldbeutel geschont, da die Bürgschaftsversicherung deutlich günstiger sei als die Avalprovision der Banken, zum anderen, weil dadurch der Kreditrahmen der Hausbank nicht belastet werde.

Innungsobermeister Hermann Grillenberger ging zu Beginn seines Berichtes auf die konjunkturelle Lage ein. Während man sich im Metallhandwerk noch einer grundsätzlich guten Konjunktur erfreuen könne, bekämen die Betriebe der Feinwerktechnik, die häufig Zulieferer der Automobilindustrie seien, bereits zu spüren dass die Branche Kapazitäten abbaue. Im Metallhandwerk würden aktuell in den dreieinhalb Lehrjahren 73 Lehrlinge ausgebildet. Angesichts der guten konjunkturellen Lage im Metallhandwerk seien dies deutlich zu wenig Auszubildende, so der Obermeister. Er blickte auf die zuletzt besuchen Veranstaltungen zurück und dankte den wenigen Betrieben, die sich in der Nachwuchswerbung teils sehr intensiv eingebracht hätten. Dem stellvertretenden Obermeister der Innung, Richard Greil, Röttenbach, wurde dabei eine besondere Ehre zuteil. Aus den Händen von Hermann Grillenberger erhielt er die Silberne Ehrennadel des Bay. Metallhandwerks. Er dankte ihm für seine seit 1997 währende ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand der Innung, darunter sechs Jahre als Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss und seit 2006 als Stellvertretender Obermeister. Besondere Verdienste habe er sich beim 2016 stattgefundenen bayernweiten Verbandstag erworben, den die Innung Mittelfranken-Süd organisierte. Auch sei er in all den Jahren ein zuverlässiger Begleiter gewesen, der stets mit guten Ideen und als Netzwerker mit besten Kontakten aufwarten konnte.

Die von Geschäftsführer Sebastian Dörr erläuterte Jahresrechnung der Innung für 2019 wurde von der Versammlung einstimmig angenommen, ebenso wie der Haushaltsplan 2020, nachdem Kassenrevisoren Jürgen Zwingel, Roth-Obersteinbach und Roland Jäger, Fünfbronn, eine einwandfreie Führung der Unterlagen feststellten und Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung beantragten. Im Anschluss stellte Dörr die Möglichkeit einer sog. Doppelausbildung vor. So bestehe die Möglichkeit, innerhalb von vier Jahren zwei Ausbildungsberufe im Metallhandwerk zu erlernen. Einen technischen und einen kaufmännischen Beruf. In dem konkreten Fall den Metallbauer/-in kombiniert mit dem Kaufmann/-frau für Büromanagement. Des Weiteren informierte er über das Projekt „Valikom“. Ziel des Projektes ist es Mitarbeitern, die nicht über einen Berufsabschluss verfügen, ein Zertifikat über deren Kompetenzen zu erstellen. Der Mitarbeiter und auch der Betrieb sollen durch die vermittelte Wertschätzung und eine mögliche Motivation zur Weiterbildung profitieren. Die sogenannte Validierung nehmen Mitglieder von Gesellenprüfungsausschüssen bei der Handwerkskammer vor.

 

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